Interregionale Fachmesseplattform für Gastronomie,
Hotellerie und Lebensmittelhandel zeigt Beständigkeit
Erstmals vier Messethemen unter einem Dach: >Alles für den Gast Wien<, >Vinova<, >Degusta< und >f&b Vienna< +++ Interregionaler Fokus mit Schwerpunkt auf den CEE-Raum etabliert sich weiter +++ Erweitertes Konzept: >Degusta< und >f&b vienna< als neue Bereiche +++ Neuer Beteiligungsrekord: 473 Aussteller aus 22 Ländern +++ Besucheranzahl in etwa auf Vorjahresniveau +++
WIEN (20. April 2007). – Im MesszentrumWienNeu schloss Mittwoch Abend (Anm.: 18.4.) die jüngste Ausgabe der internationalen Fachmesse für Hotellerie und Gastronomie, >Alles für den Gast Wien 2007<, die Tore. Zur Kombination mit der internationalen Weinmesse >Vinova 2007< waren diesmal die >f&b vienna< für Food & Beverage aus dem CEE-Raum sowie die >Degusta< für Tiefkühlprodukte und temepraturgeführte Convenience als eigenständige Themenbereiche neu hinzugekommen. Auf der Ausstellerseite hat das zu einem neuen Beteiligungsrekord geführt: Insgesamt waren 473 Aussteller aus 22 Ländern vertreten, um rund 100 mehr als im Vorjahr. Während der vier Messetage wurden insgesamt 18.147 Fachbesucher registriert, womit die Rekordmarke des Vorjahres (Anm.: 18.452) trotz strahlend schönem Kaiserwetters in Griffweite lag. „Die >Alles für den Gast Wien< hat sich mit der Konzepterweiterung neben Salzburg mit der alles überstrahlenden Branchen-Leitmesse >Alles für den Gast Herbst< noch stärker als tonangebende Branchenfachmesse Österreichs positioniert. „Mit dem vielschichtigen Angebot des Ballungsraums Wien, der touristischen Attraktivität Niederösterreichs und dem Burgenland sowie den aufstrebenden Destinationen in den nur unweit liegenden benachbarten Ländern verfügt diese Branchenfachmesse noch enormes Potenzial. Wir sind nun mitten drinnen, diesen ‚Schatz’ für Aussteller und Besucher zu heben“, so Direktor Johann Jungreithmair, CEO von Veranstalter Reed Exhibitions Messe Wien.
Die offizielle Eröffnung der >Alles für den Gast Wien< nahm zum ersten Mal Vizebürgermeisterin Mag.a Renate Brauner in ihrer Rolle als „Hausherrin“ des MessezentrumWienNeu vor: „Gerade für eine Tourismusstadt wie Wien es ist, hat die >Alles für den Gast Wien< eine besondere Bedeutung. Hier trifft sich die Hotellerie- und Gastronomiewirtschaft, um sich einen aktuellen und optimalen Marktüberblick zu verschaffen, Kontakte zu knüpfen und Erfahrungen auszutauschen. Die Messe ist Treffpunkt für die gesamte Branche, die maßgeblich am Erfolg der Tourismusstadt Wien beteiligt ist“, sagte die Vizebürgermeisterin in ihrer Ansprache.
Eigenständigkeit der neuen Themen haben sich bewährt
Gernot Blaikner, themenverantwortlicher Bereichsleiter bei Reed Exhibitions, sieht in der Resonanz das erweiterte Konzept der >Alles für den Gast Wien< bestätigt: „Die Darstellung des Tiefkühlbereiches als eigenständiges Thema würdigt die Bedeutung dieses Segments für die moderne Gastronomie. Mit der >f&b vienna< haben wir zudem ein Segment gestartet, das sich in zweierlei Hinsicht angeboten hat. Der Fokus auf den CEE-Raum stellt einerseits nach unserer Auffassung einen Grundauftrag an den Fachmessestandort Wien dar, der dadurch im europäischen Messeumfeld ein ganz spezielles, eigenständiges Profil aufzuweisen hat. Zum anderen spielen die kulinarischen Traditionen unserer Nachbarländer in Wien eine herausragende Rolle. Da war es nur folgerichtig, diesem Themenbereich eine eigenständige Plattform einzuräumen und damit nicht nur der Gastronomie, sondern auch dem Lebensmittel-Groß- und Einzelhandel die Produkte aus den neuen EU-Mitgliedstaaten und anderen CEE-Ländern zu präsentieren.“ In Summe konnten 178 Unternehmen den Bereichen Lebensmittel und Getränke zugerechnet werden, davon waren bei der Premiere der >f&b vienna< insgesamt 73 Aussteller aus 20 Nationen in den Länderpavillons vertreten. Das größte Kontingent stellte Deutschland, dicht gefolgt von Tschechien, Ungarn und Bulgarien. Hinzu kamen Aussteller aus den etablierten EU-Staaten wie Italien, Frankreich oder Griechenland.
Kombination mit >f&b vienna< gut angenommen
DI Matthias Limbeck, für New Business verantwortlicher Geschäftsführer von Reed Exhibitions Messe Wien, sieht in der Erstausgabe der >f&b vienna< einen Ansporn, diesen Bereich der >Alles für den Gast Wien< weiter auszubauen: „Das Interesse ist sowohl auf Seiten der Aussteller als auch der Fachbesucher gegeben, und Wien, das auch im Schnittpunkt der kulinarischen Kulturen Mittel- und Mittelosteuropas liegt, ist die ideale Destination für eine derartige Präsentation.“ Dieser Themenbereich, der wie die >Degusta< eine bedeutsame Bereicherung des Angebots der >Alles für den Gast Wien< darstellt, soll demnach in den kommenden Jahren zielstrebig weiter entwickelt werden. Wie der Messeleiter der >f&b vienna<, Eckhard Nussbaumer, berichtet, haben laut Besucherbefragung mehr als die Hälfte aller Fachbesucher (56,9 %) der >Alles für den Gast< auch die >f&b vienna< besucht, und 62 Prozent gaben an, von der Kombination mit der >Alles für den Gast Wien< profitiert zu haben. Auf die Frage, wie zufrieden sie mit der >f&b vienna< gewesen seien, reagierten 87,5 Prozent mit den Bewertungen „Sehr Gut“ und „Gut“.
Hohe Zufriedenheit bei den Besuchern
Zwölf Prozent aus dem Ausland
Orientiert man sich weiter an den Ergebnissen der unabhängigen Besucherbefragung waren zwölf Prozent der Fachbesucher aus dem Ausland zur >Alles für den Gast Wien< ins MessezentrumWienNeu gekommen, wobei Ungarn und Deutschland mit je einem Drittel am stärksten vertreten waren, gefolgt von Tschechien, der Slowakei, Slowenien und Italien. Mit der Messe insgesamt zeigten sich 85,1 Prozent der Befragten zufrieden (Schulnoten 1 und 2). Neun von zehn befragten Besuchern wollen die >Alles für den Gast Wien< weiterempfehlen, sieben von zehn meinten, dass die Bedeutung der >Alles für den Gast Wien< in Zukunft noch deutlich ansteigen werde und vier von fünf erklärten spontan, auch den Termin 2008 wahrnehmen zu wollen.
Höchst zufrieden zeigten sich die Besucher auch mit der >Vinova<, der neun von zehn Befragten (89,5 %) die Schulnoten 1 oder 2 zuerkannten. Die Gestaltung der internationalen Weinmesse als Weinstraße in der Mall wurde von den Besuchern gut angenommen. Mit rund 1.000 Personen stark frequentiert war auch die „Vinissage“, die am späteren Abend des ersten Messetages für gute Stimmung sorgte.
Als wirklich relevante Konkurrenzfachmessen wurden in der Befragung die beiden Salzburger, gleichfalls von Reed Exhibitions organisierten Veranstaltungen genannt. 27,5 Prozent besuchen auch die >Alles für den Gast Herbst< in Salzburg, die von fast der Hälfte aller Befragten als wichtigste Fachmesse gesehen wird, 12,4 Prozent bezeichneten die Frühjahrsausgabe >Alles für den Gast – All Mountain< in Salzburg als ebenso wichtig.
Besucherinteresse
Das Interesse der Fachbesucher galt in erster Linie den Themen Küche und Restaurant (43,5 %) sowie Nahrungsmittel und Getränke (34,2 %), gefolgt von den Bereichen Hotel (23 %), Tiefkühlkost und –technik, Bio-Produkten und Kaffee. Das Segment der Bio-Produkte wird von den Fachbesuchern als das in Zukunft wachstumsstärkste gesehen.
Für den Erfolg der >Alles für den Gast Wien 2007< spricht nach Auffassung von Reed-Direktor Johann Jungreithmair auch das wirtschaftliche Umfeld: „Bei der Besucherbefragung zeigten sich gut drei Viertel (77 %) mit der gegenwärtigen Situation ihrer Branche sehr zufrieden oder zufrieden, und nahezu alle (95,2 %) äußerten die Meinung, dass sich die Entwicklung in den nächsten zwölf Monaten weiter verbessern werde. Wir können mit gutem Grund davon ausgehen, dass die >Alles für den Gast Wien 2007< wieder entscheidende Impulse vermittelt hat und die Dynamik der Branche verstärkt hat.“
Stimmen der Aussteller: Neue Märkte erreichen
Diese Auffassung wird von zahlreichen Ausstellern bestätigt. So konnte der Gemeinschaftsstand Portugals, der im Rahmen der >f&b vienna< präsent war, vor allem bei den regionalen Spezialitäten punkten. Alexandre Rodrigues von der AEP (Portuguese Business Association) nannte das Öffnen der Tür zu einem neuen Markt als den wichtigsten Grund der Beiteilung an dieser Fachmesse. „Portugal ist noch nicht sehr stark im österreichischen, Ost- und Zentraleuropäischen Markt vertreten. Das versuchen wir durch Messeauftritte, wie hier im Rahmen der >f&b vienna<, zu ändern und präsentieren die gute Qualität sowie das positive Image portugiesischer Produkte. Die Fachmesse gab uns eine gute Gelegenheit, den Kontakt zu Importeuren und Einkäufern zu knüpfen.“ Wien sei die beste Plattform und nütze dem Multiplikatoreffekt in Richtung CEE durch seine geografisch gute Lage. Ein Faktum, das eine Beteiligung in Zukunft sehr unterstütze.
Mit insgesamt 19 Produzenten war Ungarn nach Wien gereist. Zsuzsa Dobrotka, Kommunikationsleiterin des Zentrum für Gemeinschaftsmarketing für die Ungarische Agrarwirtschaft (AMC), war positiv überrascht über das große Interesse ungarischer Lebensmittelproduzenten nach Wien zu kommen, um sich hier zu präsentieren: „Aufgrund der Lage Wiens lohnt sich eine Teilnahme auf jeden Fall. Die Ähnlichkeiten in Küche und Geschmack zwischen Ungarn und Österreichern tun ihr Übriges. Die Idee von Reed Exhibitions Messe Wien, regionale Spezialitäten zum Thema zu machen, war sehr gut. Wir werden im Anschluss an die Messe unsere Kontakte bewerten – der Auftakt der >f&b vienna< könnte aber eine Nische am Markt füllen.“
„Für die Brau Union Österreich ist es wichtig, Partner der >Alles für den Gast Wien< zu sein. Es war uns durch die erhöhte Anzahl der Fachbesucher an unserem Messestand möglich, einem sehr qualitätsvollen Publikum unsere Dienstleistungen (Pro Gastro) zu präsentieren“, so Mag. Gerhard Leitner, Prokurist und Verkaufsdirektor für Wien der Brau Union Österreich AG. „In einer sehr angenehmen Atmosphäre bot unser modifizierter Messestand eine geeignete Präsentationsfläche für unsere Produktinnovationen.
Kotányi verwöhnte auch heuer wieder seine Kunden mit kulinarischen Schmankerln. Als Gewürzspezialist und traditioneller österreichischer Nahrungsmittelproduzent präsentierte das Unternehmen seine bunte Produktpalette einem sehr interessierten Fachpublikum. Mag. Linus Pilar von der Kotányi GmbH zum Resümee der >Alles für den Gast Wien<: „Besonders erfreulich war das große Interesse von Kunden aus den anliegenden Nachbarländern Ungarn, Tschechien, Slowakei und Slowenien.“
Konsul KommR Johannes Hornig sieht in der >Alles für den Gast Wien< eine Systemplattform, um vor Ort qualitatives Wachstum zu betreiben, den Marktanteil zu sichern und in einer Atmosphäre der Globalisierung auszubauen. „Die Messe ist das ideale Werkzeug, um den Gesamtmarktauftritt, also von der Kontaktanbahnung und Pflege bis hin zum Verkauf, erfolgreich zu absolvieren. Die Messestände waren beeindruckend und haben ihre Programme absatzpolitisch sehr gut zum Ausdruck gebracht und somit die Botschaften der Unternehmen gut vermittelt. Die Messe gibt Impulse für den Markt.“
Hannes Klein vom Weingut Michlits-Stadlmann führt die Pflege von Kontakten in Ost- und Südösterreich als wichtigsten Grund der Teilnahme an der >Vinova< an: „Die persönlichen Gespräche mit unseren Kunden haben sehr gut funktioniert. Wir sind auf jeden Fall zufrieden und werden in zwei bis drei Wochen das Nachfolgegeschäft beurteilen können.“
Kaffee ist in aller Munde
Zufrieden zeigte sich ebenso Rüdiger Eggers, der Koordinator der Kaffeemeisterschaften von der „Specialty Coffee Association of Europe – SCAE“, mit der Kür der österreichischen Staatsmeister 2007: „Der Sinn dieser Meisterschaften ist es, die Baristi, also die Kaffeekocher und Gastronomen zu motivieren, in der Kaffeezubereitung besser zu werden. Das ist weltweit ein Anliegen, das auch durch unseren Verband unterstützt wird. Wir konnten im Rahmen der >Alles für den Gast Wien< drei neue österreichische Staatsmeister küren. Der Barista-Meister 2007 wird Österreich bei der Weltmeisterschaft in Tokio vertreten. Ich denke, dies ist ein gutes Zeichen und zeigt der Gastronomie Potenziale auf“, so Rüdiger Eggers. „Kaffee ist einer der ertragstärksten Artikel in der Gastronomie. Wenn man sich auf das Thema fokussiert und besser wird, also die Produkte besser präsentiert, mehr Auswahl an Spezialitäten anbietet, dann kann man den Kaffeekonsum anregen und steigern und damit auch wirtschaftlich etwas für das Unternehmen tun.“
Convenience – der Trend hält an
Gerlinde De Courcy, Geschäftsführerin des ÖTI (Österreichisches Tiefkühl-Institut), war über den Messeverlauf sehr glücklich. „Sehr erfreulich war, dass wir relativ viel Fachpublikum zu Besuch hatten. Vertreter der mittleren Gastronomie, aber auch Großverbraucher waren besonders stark vertreten. Aufgrund der zahlreichen positiven Rückmeldung von Besuchern kann ich sagen, dass die Konzentration der Branche in unserer Messehalle (Anm.: die >Degusta<, also die Fachmesse für Tiefkühlprodukte und temperaturgeführte Convenience, war in der Halle A positioniert) sehr gut angekommen ist.“ Gut gelaufen sei auch das Degusta-Bistro, das sich regen Zuspruchs erfreuen konnte. „Sehr interessant zu beobachten war, dass das Interesse der Besucher beim Verkosten ähnlich dem Trend der Entwicklung des Tiefkühlmarktes war. Dieser Trend zeigt nämlich Steigerungen im Bereich von leichteren, frischeren und gesünderen Produkten, aber auch großen Zuwächsen bei Süßem wie Eis.“
Haubenkoch am Herd
An allen vier Veranstaltungstagen hatte das Messerestaurant Salon Gault Millau für Besucher geöffnet Als Betreiber konnte der Koch des Jahrzehnts, Helmut Österreicher vom „Österreicher Im MAK“ in Wien gewonnen werden. Der Salon Gault Millau selbst wurde von Hotelausstatter Wögerer und Franke Großküchen in Kooperation mit Karl und Martina Hohenlohe dem „Österreicher im MAK“ nachempfunden. Interessierte Fachbesucher konnten Helmut Österreicher beim Anfertigen seiner Kreationen über die Schulter schauen.
2. Tag des Kaffeehauses
Aufgrund des regen Zuspruchs im vergangenen Jahr fand zum Messeauftakt wieder der „Tag des Kaffees“ statt. Die Wirtschaftskammer Wien – Fachgruppe Kaffeehäuser – lud ihre Mitgliedsbetriebe am Eröffnungstag auf ein untypisches Wiener Frühstück ein - Gulaschsuppe, Toast und Würstel.
2. Tag der Gastronomie
Am Montag, 16. April 2007, lud die Wirtschaftskammer Wien – Fachgruppe Gastronomie – ihre Mitglieder zu einem gastronomisch informativen Programm bei der Aktionsbühne in der Halle A. Dabei wurden auch brisante Themen wie das „Rauchverbot in der Gastronomie“ besprochen.
Die Wettbewerbe als „Salz in der Suppe“
Den „1. TK-Convenience Award“ der Fachzeitungen ÖGZ und LK Handelszeitung konnte die Firma Krösswang mit dem „englischen Rosinenbrot“ für sich entscheiden. Den zweiten Platz belegten die „Carte d’Or Erdbeerknödel“ der Firma Unilever und auf dem dritten Platz landete das Eis „Mövenpick Madagaskar Vanille Papaya“ der Firma Mövenpick-Nestle-Schöller.
Gewinner des „Austrian Barista Championship“ wurde Goran Huber von Santora Kaffee. Im Bewerb des „Austrian Latte-Art Championship“ siegte der freie Barista Georg Branny, der übrigens auch das zum ersten Mal veranstaltete „Austrian Coffee-in-good-Spirits Championship“ für sich entscheiden konnte.
Den Titel „Junger Wilder 2007“ – ausgeschrieben durch das Branchemagazin Rolling Pin - und somit den begehrten Praktikumsplatz im „El Bulli“ bei Ferran Adrià erhielt der 26-jährige Wiener Gerald Angelmahr, Chef Saucier des Wiener Hotel Imperial. (+++)
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